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Vitamin B12-Mangel:
Therapie

Die Therapie des Vitamin B12-Mangels hilft, die Vitamin B12-Speicher wieder aufzufüllen und Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Der Arzt hat bei Ihnen einen Vitamin B12-Mangel festgestellt? Lesen Sie hier alle wichtigen Informationen rund um die Behandlung. Der Mangel an Vitamin B12 ist stärker verbreitet als vielfach vermutet. Um ihn zu beheben, gibt es einfache und wirksame Möglichkeiten. Bei einer Vitamin B12-Therapie lassen sich, mit entsprechender Dosierung, die Vitaminspeicher wieder auffüllen und ein Mangel ausgleichen. Für Risikogruppen, wie ältere Menschen, Vegetarier oder Veganer, Schwangere oder Menschen mit bestimmten Erkrankungen wie Magen-Darm-Erkrankungen kann eine vorsorgliche Einnahme von Vitamin B12 hilfreich sein.

Vitaminmangel – Worauf ist zu achten?

Ein Vitamin B12-Mangel entwickelt sich meist über Jahre hinweg und bleibt zunächst häufig unbemerkt. Er lässt sich in drei Stadien einteilen:

  • Phase 1: Liegt dem Körper nicht genug Vitamin B12 vor, greift er auf seine Speicher in der Leber zurück. Die Speicher leeren sich nach und nach über mehrere Jahre.
  • Phase 2: Das Depot ist bereits deutlich geleert und erste Symptome eines Vitamin B12-Mangels können sich bemerkbar machen.
  • Phase 3: Die Speicher sind leer und es liegt ein stark ausgeprägter Mangel mit teils schwerwiegenden Symptomen vor.

Das Problem: Die ersten Symptome wie Müdigkeit, Erschöpfung und Konzentrationsstörungen sind sehr unspezifisch und können viele Ursachen haben. Häufig bleibt ein Vitamin B12-Mangel daher zunächst unerkannt, entwickelt sich jedoch weiter. Bleibt er langfristig unbehandelt, können schwerwiegende Störungen des Nervensystems und der Blutbildung die Folge sein. Deshalb ist es wichtig, dass der Vitamin B12-Mangel frühzeitig erkannt und rasch behoben wird.

Es gibt zwei Möglichkeiten, den Vitamin B12-Mangel zu beheben:

  • hochdosierte Vitamin B12-Tabletten oder
  • Vitamin B12-Injektionen (Spritzen).

Bei der Behandlung eines Vitamin B12-Mangels kommt es auf die richtige Dosis an

Zur Orientierung: Damit der Körper ausreichend mit Vitamin B12 versorgt ist, sollte es täglich in entsprechender Menge mit der Nahrung zugeführt werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt zusammen mit Fachgesellschaften anderer Länder täglich für

  • Kinder je nach Alter eine Zufuhr von 1-4 Mikrogramm
  • Jugendliche und Erwachsene eine Zufuhr von 4 Mikrogramm und
  • Schwangere bzw. Stillende eine Zufuhr von 4,5 bzw. 5,5 Mikrogramm.

Um einen Vitamin B12-Mangel zu behandeln, reichen diese Mengen allerdings nicht aus. Hierfür sind deutlich höhere Dosierungen nötig. Erst Dosierungen von über 600 Mikrogramm können einen Mangel wirksam ausgleichen. Dies belegt eine StudieI, bei der verschiedene Dosierungen miteinander verglichen wurden. Dazu erhielten ältere Menschen mit leichtem Vitamin B12-Mangel täglich entweder 2,5, 100, 250, 500 oder 1.000 µg Vitamin B12 mit Tabletten. Nach 8 und 16 Wochen Behandlung zeigte sich ein dosisabhängiger Anstieg der Vitamin B12-Konzentration im Blut der Teilnehmer. Wie auf dem Schaubild deutlich erkennbar, erhöhte die Dosierung von 1.000 µg am Tag die Blutspiegel am stärksten und erwies sich somit bei einem Mangel am effektivsten.

Warum sind so hohe Mengen erforderlich? Das liegt daran, dass pro Mahlzeit nur 1,5 Mikrogramm Vitamin B12 über den aktiven Weg vom Darm ins Blut aufgenommen werden können. Ist diese Grenze erreicht, wird die passive Aufnahme (Diffusion) immer bedeutender. Passiv gelangt zwar nur ein geringer Teil, nämlich etwa 1 Prozent des Vitamin B12 durch die Darmwand ins Blut. Bei einer entsprechend hohen Dosierung kommt so jedoch ausreichend viel an, um einen Mangel auszugleichen. Die passive Aufnahme ist deshalb besonders wichtig, wenn der aktive Aufnahmeweg über die Nahrung gestört ist.

Zwei Wege vom Darm ins Blut

  • Aktive Aufnahme: Damit Vitamin B12 vom Darm ins Blut gelangen kann, braucht der Nährstoff ein Transportprotein, den Intrinsic Factor (IF). Dieser Weg durch die Darmwand ist allerdings störungsanfällig. Liegt beispielsweise nicht genug IF vor, handelt es sich um eine Vitamin B12-Aufnahmestörung und kann zu einem Mangel führen – insbesondere mit zunehmendem Alter.
  • Passive Aufnahme: Für diesen Weg, auch Diffusion genannt, muss Vitamin B12 in hoher Konzentration im Darm vorliegen. Ein kleiner Teil der Vitaminmoleküle wandert dann ganz von selbst durch die Darmwand – ohne Transportproteine. Die mit der Nahrung zugeführten Mengen reichen hierfür allerdings nicht aus.

TABLETTEN ZUR BEHANDLUNG DES VITAMIN B12-MANGELS - VIEL HILFT VIEL

In Studien haben sich Tabletten mit 1.000 Mikrogramm Vitamin B12 als wirksam erwiesenII,III. Sie können einen Mangel zuverlässig ausgleichen – selbst wenn die Aufnahme von Vitamin B12 über den Darm gestört ist. 1.000 Mikrogramm sind in jeweils einer der B12 Ankermann®-Tabletten enthalten. Durch die hohe Dosierung ist die passive Aufnahme besonders hoch. Ein Zuviel an Vitamin B12 für den Körper ist bei dieser Menge nicht zu befürchten, denn der Körper scheidet das überschüssige Vitamin B12 über die Nieren wieder aus. Hier gilt also tatsächlich die Devise: Viel hilft viel.

Ziel der Therapie des Vitamin B12-Mangels sollte in jedem Fall sein, die leeren Speicher wieder aufzufüllen, die Symptome zu lindern bzw. zu beseitigen und den Vitamin B12-Wert im Blut wieder zu normalisieren.

Mit welcher Dosierung, in welcher Darreichungsform und wie lange ein Vitamin B12-Mangel therapiert werden sollte, richtet sich nach der Ursache und nach der Schwere des Mangels. Dies sollte der Arzt für jeden Patienten individuell festlegen, da die Behandlung von Patient zu Patient variieren kann. Eine grobe Orientierung zur Behandlung des Vitamin B12-Mangels kann seinIV:

  1. Täglich: 1x 1.000 Mikrogramm für 10-30 Tage
  2. Wöchentlich: 1-2x 1.000 Mikrogramm für 4-8 Wochen
  3. Monatlich: 1-2x 1.000 Mikrogramm, ggf. langfristig.

Für die Umsetzung bieten die Tabletten B12 Ankermann® mit 1.000 Mikrogramm eine einfache und gut verträgliche Anwendungsmöglichkeit.

INJEKTIONEN – SCHNELLE HILFE BEI SCHWEREM VITAMIN B12-MANGEL

Liegen jedoch bereits schwerwiegende neurologische Mangelsymptome vor, gilt vor allem:

  • Vitaminspeicher rasch auffüllen,
  • Symptome lindern und
  • gesundheitliche Folgeerkrankungen aufhalten bzw. vermeiden.

Darum muss der Körper schnell mit großen Mengen Vitamin B12 versorgt werden – am besten mit Vitamin B12-Spritzen in die Blutbahn, den Muskel oder unter die Haut. Hierfür eignet sich B12 Ankermann® Injekt mit 1.000 Mikrogramm pro Ampulle. Sind die Vitamin B12-Speicher wieder aufgefüllt, kann die Therapie mit den Tabletten B12 Ankermann® fortgesetzt werden.

EINEM VITAMIN B12-MANGEL EFFEKTIV VORBEUGEN – SO GELINGT‘S

Zu einem Vitamin B12-Mangel muss es aber gar nicht erst kommen. Bereits im Vorfeld können Sie etwas dagegen tun und so einem Mangel wirksam vorbeugen.

Zu den Produkten von B12 Ankermann® gehört ein Präparat, das der Vorbeugung dient: die B12 Ankermann® Tropfen. Sie sind individuell dosierbar und einfach einzunehmen. Besonders sinnvoll ist die Vorbeugung eines Vitamin B12-Mangels bei Menschen mit einem erhöhten Risiko dafür– also Personen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren oder einen erhöhten Vitamin B12-Bedarf haben.

Werden Sie aktiv – für Ihre Gesundheit und Vitalität!

1 Einziges hochdosiertes orales Arzneimittel mit 1.000 μg.
2 Unter den oralen Darreichungsformen. B12 Ankermann® Tabletten sind das am häufigsten in der Apotheke abgegebene orale Vitamin B12-Arzneimittel in Deutschland. Quelle: Insight Health Datenbank (MAT 2018.12 Abverkauf Offizin Gesamt), Vitamin B12 rein, A11FO.
I Eussen SJ et al.: Oral cyanocobalamin supplementation in older people with vitamin B12 deficiency. Arch Intern Med 2005; 165: 1167-1172
II Chan CQH, Low LL, Lee KH: Oral vitamin B12 replacement for the treatment of pernicious anemia. Front Med 2016; 3: 38
III Andrès E et al.: Systematic review and pragmatic clinical approach to oral and nasal vitamin B12 (cobalamin) treatment in patients with Vitamin B12 deficiency related to gastrointestinal disorders. J Clin Med. 2018; 7: 304;
IV Schmidt J: Orale Therapie mit Cobalamin-Supplementen. Vitamin B12-Symposium. 12.04.2014 in Berlin